FiFis PLATTE
DIE GANZE WELT ZUHAUSE

von 19.09.2021 bis 30.10.2021

Die Namensschilder im Ostseeviertel müssten eigentlich ergänzt werden, denn da lebt Frau Müller mit Hasso, Herr Van Bo mit Pauo und Petra mit Kuschel. Und da sind auch die ungewollten Tiere, die Menschennähe suchen und lieben. Mücken, Ratten, Schnecken und Spinnen, die gemeinsam mit 60.000 Menschen im Ostseeviertel existieren. Hier ist die ganze Welt zuhause.

Die Künstlerin Susanne Bosch hat FiFi, das geliebte Haustier an ihrer Seite und möchte wissen, wie sich das Zusammenleben so unterschiedlicher Lebewesen gestaltet. Sechs Wochen lang streift sie im September und Oktober 2021 durch das Ostseeviertel, besucht Menschen und ihre Tiere und lädt Freitag nachmittags zu sechs Veranstaltungen auf den Brunnenplatz ein. Ihr Treffpunkt ist in der Bodenzeichnung von Fifis Dreiraumwohnung. Hier erleben wir wöchentlich Geschichten aus FiFis Plattenleben. Die Geschichten können wir auf dem Brunnenplatz in FiFis Platte miterleben, oder auf dem Blog www.fifisplatte.de nachverfolgen. Die Filme finden Sie auf YouTube und in vielen örtlichen Institutionen.

„FiFis Platte“ entsteht in enger künstlerischer Zusammenarbeit mit Ulrike Zimmermann (Filmemacherin) und Christian Gaunersdorfer (Kommunikationsdesigner). Susanne Bosch entwickelt mit ihnen zusammen die Onlinepräsenz „FiFis Platte“ und Videominiaturen, in denen FiFi Woche für Woche aus ihrer Platte Geschichten rund um Mensch, Tier und das Ostseeviertel erzählt.

Die Künstlerin Susanne Bosch

Susanne Bosch

Kunst ist meine Praxis, um über soziale, politische und historische Ereignisse in Dialog zu treten; die Schnittfläche, an der ich mit ästhetischen Formen alternativen Umgang mit gegebenen Verhältnissen erprobe. Als “Schnittstellen-Aktivistin” arbeite ich an Langzeitfragen, die sich mit Demokratiebegriffen und nachhaltiger Zukunft beschäftigen. Meine Arbeiten über gesellschaftliche Visionen und Beteiligungsmodelle führen mich in letzter Zeit nach Palästina, Osnabrück, Neapel, Belfast, Dublin, Madrid, Liechtenstein und 2020 für das Projekt „Solidarity Crunch Zones“ in die Villa Massimo nach Rom (www.susannebosch.de). Aktuell habe ich eine Kunst am Bau Arbeit zur Thematik Kritische Kartografie, Partizipation und Nachbarschaft im Haus der Jugend am Nauener Platz, Berlin Mitte-Wedding realisiert und freue mich über die Einladung für temporäre Kunst im Stadtraum Lichtenberg-Berlin im Herbst 2021.

Fifs Platte Spuren
Brunnenplatz

Treffpunkt Brunnenplatz
in der Bodenzeichnung von FiFis Dreiraumwohnung

In Planung:

 

Freitag, 24. September:

Mensch mit Haustier. Das vorständige Nachbarschaftsfoto
16:00-18:00 Uhr: Gruppenfoto – Anwohner*innen mit ihren Haustieren.

Freitag, 1. Oktober:

Siam aus Siam?
16:00-19:00 Uhr: Erzählcafé mit Gästen. Die Migrationsgeschichten von Menschen und Tieren.
Wo decken sich Migrationsbewegungen von Tieren und Menschen?

Freitag, 8. Oktober:

Ein Tierleben ist kein Wunschkonzert
15:00-19:00 Uhr: Wanderung
Station 1: Die Tiertafel am Prerower Platz (angefragt)
Station 2: Das größte Tierheim Europas mit angrenzendem Friedhof (angefragt).

Freitag, 15. Oktober:

Wer macht den Käfig sauber?
Freitag Nachmittag. Hegen, pflegen und sorgen. Wir lernen die Knirpsenfarm (angefragt) kennen.

Freitag, 22. Oktober:

Vom Jagen und gejagt werden
Freitag Nachmittag begleiten wir Kammerjäger*innen (angefragt) und lernen zum Beispiel das Forstamt Köpenick kennen. Was machen wir mit ungewollten Lebewesen?

Freitag, 29. Oktober:

Gibt es Eigentum an Lebewesen? Abschlussfest
15:00-18:00 Uhr Tierrechtler*innen, Vertreter*innen von Politik und Ethikrat treffen sich in der Dreiraumwohnung auf dem Brunnenplatz. Danach Abschlussfest.

Berlin Bezirksamt Lichtenberg
FamilienfreundlichLichtenberg

Das Projekt Kunst im Stadtraum am Prerower Platz wird auf Initiative des Beratungsausschusses Kunst der Senatsverwaltung für Kultur und Europa als Modellprojekt vom Bezirksamt Lichtenberg in Zusammenarbeit mit der Kommission Kunst am Bau im Stadtraum Lichtenberg durchgeführt/umgesetzt/realisiert und aus gesamtstädtischen Mitteln der Senatsverwaltung für Kultur und Europa finanziert.